Regenwürmer
Lange hat man die Rolle der Regenwürmer nicht beachtet. Man dachte,
sie seien nur dafür gut, den Boden mechanisch aufzulockern. Forscher
wiesen aber nach, daß Ringelwürmer die chemische Zusammensetzung
des Bodens verändern.
Pochon vom Institut Pasteur beschreibt in seiner Abhandlung über die
Mikrobiologie des Bodens einige Forschungsergebnisse. Die Regenwürmer
erhöhen den Kalkgehalt des Bodens. Ihre Drüsen sondern Calciumcarbonat
(CaCO3) ab, wodurch der pH-Wert des Bodens, in dem sie sich
aufhalten,
heraufgesetzt wird. Die meisten Regenwürmer findet man in neutralem
bis leicht saurem Boden; in günstigen Fällen können es einige
Hundert pro Quadratmeter sein. Nach manchen Autoren verleibt sich jeder
Regenwurm
pro Sekunde ein Zehntel Gramm Boden ein, was pro Jahr drei Tonnen
ergibt.
Bei Darwin finden sich noch höhere Angaben, doch muß man derartige
Berechnungen mit Vorsicht genießen, denn Regenwürmer ruhen im
Winter und in Trockenperioden. Nach anderen glaubwürdigen Zahlen, die
sich auf Beobachtungen in England stützen, scheiden die Regenwürmer
in einem Feld pro Hektar und Jahr 57 Tonnen Boden aus, was viermaligem
Ausbringen
von Stallmist im Jahr entspricht. Damit ist aber nur die Menge erfaßt,
die an der Oberfläche abgelagert wird. Daraus läßt sich nicht
die genaue Masse Erde berechnen, die den Verdauungstrakt jedes Wurms
durchlaufen
hat. Im Vergleich zum umgebenden Boden enthalten diese Exkremente
fünfmal
soviel Stickstoff, zweimal soviel Calcium, zweieinhalbmal soviel
Magnesium,
siebenmal soviel Phosphor und elfmal soviel Kalium.
aus: C. Louis Kervran: Biologische Transmutationen Kap. 11
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